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Wir sind absolute Kastrationsbefürworter, nicht nur bei Gemischtgruppen (um ständigen Nachwuchs zu vermeiden) sondern auch in ausschließlicher Böckchenhaltung. Wenn man in die Kleinanzeigen schaut, so werden häufig Einzeljungs angeboten, die sich nicht mehr mit dem Partner verstehen und nun alleine sitzen. Meist werden diese auch noch verschenkt, weil keiner den vermeidlich unverträglichen Bub haben möchte und so fristen sie ihr Leben in Einzelhaltung/ werden in Einzelhaltung abgegeben. Eine Kastration soll dies vermeiden und ist gleichzeitig ein Beitrag zum Tierschutz, da so ungewollter Nachwuchs oder "einmal Babys haben wollen" nicht möglich ist. Auch Einzelhaltung ist nicht artgerecht!

Vorteile für's Schweinchen

Eine Kastration bewirkt das dauerhafte Absinken des Testosteronspiegels und hat zur Folge, dass das Aggressionspotenzial abnimmt und ein friedlicheres Zusammenleben möglich ist.

  • Die Rappelphasen von Früh-/Jungkastraten fallen viel weniger extrem als die von Jungböcken aus. Das bedeutet weniger Stress und Streitereien in der Gruppe.
  • Sollten sich die Jungs trotz Kastration zerstreiten, das Partnertier stirbt oder man möchte die Haltung auslaufen lassen (d.h. den übrig geblieben Bub abgeben), so ist es für das Schweinchen eine Art Versicherung für ein auch in weiterer Zukunft artgerechtes Leben, denn:
    1. Ein Kastrat kann jederzeit sofort zu einem Weibchen vermittelt werden oder bekommt zur Gesellschaft einen Kastraten oder ein Mädchen. Die Suche nach einem neuen Partner ist deutlich einfacher.
    2. Stellt man fest, dass der Bub nicht für eine Jungsgruppe geeignet ist, so kann er sofort seinen Harem bekommen (keine 6 Wochen Kastra-Frist).
    3. Je jünger ein Bub kastriert wird, desto bessere "Heilkräfte" hat er und desto weniger Komplikationen sind zu erwarten. Ein älterer Bock kann unter Umständen (aus gesundheitlichen Gründen) nicht mehr kastriert werden. Oft sitzen solche Jungs lange alleine bis sich der passende Partner findet.
  • Ein großer Vorteil der Frühkastration (Kastration vor Eintritt der Geschlechtsreife) ist es, dass die Babybuben so lange bei der Mama bleiben können, bis sie abgesetzt sind, da sie keine 6 Wochen Kastra-Frist absitzen müssen. Außerdem können sie weiterhin in unserer gemischten Gruppe mit derzeit zwei Altkastraten sozialisiert werden. Unkastrierte Babybuben müssen ca. 4 Wochen nach der Geburt von der Mutter und den Geschwistern getrennt werden, weil sonst die Gefahr besteht, dass sie schon decken können.
  • Eine Kastration nachdem es "geknallt" hat, bringt für den Frieden meist nichts mehr. Die Rivalen lassen sich in der Regel nicht mehr zusammen führen.

Kastration bedeutet daher Prävention !!!

Vorteile für den Halter

Die Übernahme eines Kastraten erspart dem neuen Besitzer unter anderem:

  • Kosten für die Kastration an sich (der Normalpreis liegt bei etwa 50,-€ und mehr bei einem guten Tierarzt) und für evtl. Nachbehandlungen von Abszessen o.ä.
  • Zeitaufwand für die Voruntersuchung beim Tierarzt, das Bringen und Abholen am Kastrationstag selber, die Betreuung und Überwachung nach der Kastration.
  • Sorgen um das Wohl des Tieres während und nach der Kastration
  • erhöhten Platzbedarf für die die separate Unterbringung eines Altbock während der Kastrationsfrist
  • Wartezeit, stirbt ein Tier einer Bockgruppe einmal, kann das verbliebene Tier auch sofort mit einem Mädchen vergesellschaftet werden, die Kastration und die Kastrationsfrist entfällt.