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Das Ridge­back ist ein Kurz­haar­meer­schwein­chen mit einem auf­fallen­den Rücken­kamm, der in der Nacken/Schul­ter­par­tie be­ginnt und sich, bis zur Hin­ter­hand aus­laufend, ent­lang der Wir­bel­säu­le zieht. Das Ridge­back weist kei­ner­­lei Wir­bel oder Roset­ten auf. Der Kör­per­bau und Typ ent­sprechen denen eines Rasse­meer­schwein­chens.

Saskia zu HunigertachDas Ridgeback wurde erstmals 1928 vom amerikanischen Evolutionsgentiker Sewall Wright in seiner bis heute anerkannten Arbeit über die Farb- und Rassegenetik der Meerschweinchen erwähnt (Rough D). Die vollständig dominante Mutation, welche zum Phänotyp des Ridgeback führt existierte bereits in den frühen Populationen vor Beginn der Rassezucht. Aus dem Ridgeback ist später die Rasse der Rosetten hervorgegangen, die weitere Mutationen in anderen Genen aufweist und deren genauer genetischer Hintergrund bis heute nicht vollständig aufgeklärt ist. Aus diesem Grund galt das Ridgeback lange Zeit als Mischling. Wegen der vollständigen Dominanz des Ridgebackfaktors Rh (alias Rauhaarfaktors) existieren nur sehr wenige reinerbige Tiere und die reinerbige Zucht wird durch die kleine Anzahl an Zuchtstätten erheblich erschwert. Dies erklärt auch den geringen Bekanntheitsgrad. Das Ridgeback wird selbst seit 1995 gezielt gezüchtet und hat bereits in Groß Britannien die Anerkennung in einem vorläufigen Standard errungen. Auch in weiteren europäischen Ländern wurde das Ridgeback bereits zur Anerkennung vorgeschlagen.

Englischer Standard

In England ist das Ridgeback in den vorläufigen Standard aufgenommen worden. 
Nach englischem Standard sollte der Kamm zwischen den Ohren beginnen und sich so breit wie möglich entlang der Wirbelsäule bis hinunter zum Hinterteil ziehen. Je breiter und länger der Kamm umso besser. Der Kamm sollte nicht unterbrochen sein und aufrecht stehen. Ausgestellt werden kann in jeder Farbe.

Schweizer Standard

Auch in der Schweiz kann man Ridgeback ausstellen. Der Schweizer Hilfsstandard entspricht in seinem Inhalt dem englischen. Der Kamm soll zwischen den Ohren beginnen und nach hinten auslaufend, ca. 2,5 cm hoch und im Schulterbereich deutlich betont sein. Natürlich sollte der Kamm auch aufrecht und ununterbrochen entlang der Wirbelsäule stehen. Ausgestellt werden kann in jeder Farbe.

Deutscher Standard

In Deutschland kann man das Ridgeback im OCC (Online Cavia Club) ausstellen, auch dieser Standard entspricht dem englischen bzw. schweizer Standard. "Der Kamm soll im Idealfall zwischen den Ohren beginnen und zu den Hüften hin auslaufen. An der Schulter ist er mit ca. 2,5 cm am höchsten und läuft in einem sanften Bogen gegen die Hinterhand niedriger werdend aus."
 Nachzulesen auf der Homepage des Vereins:
http://vonderweibertreu.de/standard.htm

Schwedischer Standard

Im Schwedischen Meerschweinchenzüchterverein sind Ridgeback seit 2006 im vorläufigen Standard anerkannt. Er entspricht noch dem urspünglichen alten Englischen Standard, bei dem entgegen der bereits bekannten genetischen Kenntnisse Rosettenmixe ("Ridgeback mit 1-2 Rosetten") erlaubt sind.

weitere ausländische Anerkennungen

In Australien arbeitet man derzeit an einem weiteren Standardvorschlag und es gibt einige sehr engagierte australische Züchter. Hier hat das Ridgeback bereits den "Working Title" erreicht und die dortigen Züchter arbeiten gerade daran, den Gentischen Hintergrund erneut zu beweisen und reinerbige Tiere zu selektieren.

Ebenso kann das Ridgeback im Ontario Cavy Club (Kanada) in der Klasse "Rare Variety" auf Ausstellungen gezeigt werden und wie in Groß Britannien hat diese Klasse auch schon oft ein Ridgeback gewonnen.